Die zwei Referenzlisten
Eine Arbeit zu finden, die die Familie ernährt, ohne mit den eigenen Überzeugungen in Konflikt zu geraten: Diese Frage stellen sich viele Musliminnen und Muslime, ob beim Berufseinstieg, beim Berufswechsel oder beim Umzug in ein anderes Land. JobHalal bündelt praktische Ratgeber, die Orientierung geben: Welche Berufe gelten allgemein als erlaubt, welche Rechte gelten am Arbeitsplatz, welche Branchen der Halal-Wirtschaft stellen ein und wie unterscheidet sich die Lage von Land zu Land?
JobHalal ist ein unabhängiger redaktioneller Ratgeber. Die Website veröffentlicht keine Stellenangebote, rekrutiert für keinen Arbeitgeber und verlangt keinerlei Zahlung. Sie bietet allgemeine Informationen auf Grundlage öffentlicher Quellen, damit Sie Ihre eigenen Schritte besser vorbereiten können.
Was Sie auf JobHalal finden
Die Ratgeber sind in drei große Bereiche gegliedert, die auf die häufigsten Fragen antworten.
- Arten von Arbeit: wie man die Zulässigkeit eines Berufs beurteilt, welche Tätigkeiten problematisch sind, was das Recht zu Gebet, Ramadan oder Kopftuch sagt und welche Wege sich je nach Profil anbieten (Studium, Berufseinstieg, Heimarbeit, Selbstständigkeit). Alles ist im Bereich Arten von Halal-Arbeit zusammengefasst.
- Branchen: Islamic Finance, Lebensmittel und Gastronomie, Zertifizierung und Qualitätskontrolle, Kosmetik und modeste Mode, Tourismus, Bildung, Medien und Vereine. Die Seite Branchen der Halal-Wirtschaft stellt die Berufe, Kompetenzen und Ausbildungswege vor.
- Länder: muslimische Gemeinschaften, Arbeitssprachen, rechtlicher Rahmen für Religion im Betrieb, Arbeitserlaubnis und Anerkennung von Abschlüssen. Unter Halal-Jobs nach Ländern finden Sie Europa, Amerika, den asiatisch-pazifischen Raum, Afrika und den Nahen Osten.
Eine Methode statt Etiketten
Nur wenige Berufe sind an sich halal oder haram. Meist kommt es auf die Art der Tätigkeit, den Grad der Beteiligung an einer verbotenen Handlung und den Kontext an. Unsere Ratgeber stellen die verbreiteten Positionen der Gelehrten dar, ohne selbst religiöse Gutachten abzugeben: Für einen persönlichen Fall bleibt ein qualifizierter Gelehrter der richtige Ansprechpartner. Als Einstieg bietet die Seite, die erklärt, wie man erkennt, ob ein Beruf erlaubt ist, eine Reihe einfacher Leitfragen.
Ihre Rechte am Arbeitsplatz
Religiöse Praxis darf nicht den Zugang zur Arbeit versperren. In Frankreich wie in der gesamten Europäischen Union ist Diskriminierung aufgrund der Religion verboten; zugleich hat der Arbeitgeber gewisse Möglichkeiten, Neutralität oder Sicherheit zu regeln. In Deutschland schützt das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) Beschäftigte und Bewerber vor Benachteiligung wegen der Religion. Der Ratgeber zu Arbeitsrecht und Religion fasst diese allgemeinen Grundsätze zusammen und nennt die zuständigen Stellen. Eine individuelle Rechtsberatung ersetzt er nicht.
So nutzen Sie diese Website
- Klären Sie zuerst Ihre Frage: Zulässigkeit einer Stelle, Anspruch auf Entgegenkommen, Wahl einer Branche oder Pläne für einen Umzug ins Ausland.
- Lesen Sie den passenden Ratgeber und danach die verlinkten Seiten zur Vertiefung.
- Prüfen Sie heikle Punkte anhand der offiziellen Quellen am Ende jeder Seite und klären Sie religiöse Fragen mit einem Gelehrten Ihres Vertrauens.
- Bereiten Sie Ihre Bewerbung mit den bestehenden öffentlichen Angeboten vor, etwa den nationalen Arbeitsverwaltungen oder den europäischen Mobilitätsportalen.
Die Informationen werden regelmäßig aktualisiert. Wenn Ihnen ein Fehler oder eine veraltete Angabe auffällt, können Sie uns per E-Mail darauf hinweisen: Jeder Hinweis wird sorgfältig geprüft.
